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Befund · Jena · Beschäftigte am Arbeitsort

In Jena arbeiten 60.370 Menschen. Ein Viertel übt eine Expertentätigkeit aus — bundesweit ein Spitzenwert. Zugleich lässt sich bei einem großen Teil der Beschäftigung gar nicht sagen, wie stark KI sie verändern könnte.

Beschäftigtenzahlen: Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026 · Berufsdaten: Forschungsstand v1.1 vom 2026-08-06

Block 1

Die Lage

60.370
Beschäftigte in Jena
18.128
in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
15.485
in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026 · alle Werte auf Zehner gerundet · Quellen im Detail

Block 2

Die Verteilung

So verteilen sich die 60.370 Beschäftigten in Jena.

Beschäftigte nach Kategorie
nicht betroffen15.485
nicht oder gering betroffen5.278
gering betroffen8.129
gering oder deutlich betroffen3.410
deutlich betroffen18.128
Stufe ungewiss4.541
keine Einstufung möglich959
nicht fein auflösbar4.150
ohne Angabe zum Beruf380
zusammen60.460

Zwischen 18.128 und 26.079 der 60.370 Beschäftigten arbeiten in deutlich betroffenen Tätigkeiten. Die Spanne entsteht, wo die amtliche Statistik mehrere Stufen offenlässt — aufgeteilt wird nichts.

Alle Werte auf Zehner gerundet; eine 0 heißt „unter 5“, nie „niemand“. Die Differenz zwischen Summenzeile und Gesamtzahl ist Rundung. Woher die Zuordnung stammt: Methodik

Qualifikationsebenen im Kreis

Beschäftigte nach Anforderungsniveau
Helfer6.020
Fachkräfte28.220
Spezialisten10.620
Experten15.130
ohne Angabe380
zusammen60.370

Block 3

Berufsfelder

Die Berufe in Jena, nach Berufsfeldern — aufklappbar bis zur einzelnen Tätigkeit.

Woher die Beschäftigtenzahlen stammen

Die Bundesagentur für Arbeit weist für Jena nicht jede Tätigkeit einzeln aus, sondern größere Berufsgruppen. Wo eine Gruppe mehrere Tätigkeiten umfasst, leiten wir die feinere Zahl aus regionalen Daten ab — die Gesamtzahl des Kreises bleibt dabei unverändert.

Beschäftigte nach Herkunft der Zahl
direkt aus der Kreisstatistik27.800
regional abgeleitet28.130
nicht fein auflösbar4.150
ohne Angabe zur Tätigkeit380

Regional abgeleitete Zahlen entstehen mit dem Schlüssel aus den Landesdaten der Bundesagentur für Thüringen, Datenstand Dezember 2025. Wie die Ableitung geprüft wurde, steht in der Methodik.

Die Berufsfelder decken zusammen 55.930 Beschäftigte ab; 4.530 lassen sich keinem einzelnen Feld zuordnen. Abzüglich 90 aus Rundung ergibt das 60.370. Alle Werte auf Zehner gerundet; eine 0 heißt „unter 5“.

Block 4

Was daran bemerkenswert ist

Einordnung der Zahlen, keine Handlungsanweisung

Jena hat ein ausgeprägt akademisches Profil. Akademische Berufe stellen das größte Feld und gehören bundesweit zu den stärksten; Experten- und Spezialistentätigkeiten sind weit häufiger als üblich, Helfertätigkeiten so selten wie in kaum einem anderen Kreis.

Doch der Befund steht auf unsicherem Grund. Ein großer Teil der Beschäftigung trägt keine eindeutige Stufe oder lässt sich nicht fein auflösen — bundesweit einer der höchsten Werte. Besonders sichtbar wird das im zweitgrößten Feld, den Technikerberufen, wo der größte Einzelanteil der eingeordneten Beschäftigung schlicht „Stufe ungewiss“ lautet. Der Betroffenheitswert der Stadt sollte deshalb zurückhaltend gelesen werden.

Was sich einordnen lässt, weist nach oben. Bei den akademischen Berufen gilt ein großer Teil der eingeordneten Beschäftigung als deutlich berührbar; im vergleichsweise kleinen Bürokräftefeld gilt das für fast alles. Die Felder, die anderswo dagegenhalten — Handwerk, Hilfsarbeit, Maschinenbedienung — sind hier ausgesprochen dünn.

Jena hebt sich damit innerhalb Thüringens stärker ab als im Bundesvergleich.

Diese Region vertiefen — was die Daten für eine konkrete Fragestellung bedeuten.

Block 5

Wo diese Aussage endet

Die Werte stammen aus Forschung zu generativer KI, nicht zu Robotik oder Automatisierung von Handarbeit.

Die Zuordnung deutscher zu internationalen Berufsgruppen ist nicht in jedem Fall eindeutig. Wo sie es nicht ist, nennen wir nur die Gesamtzahl der Gruppe, statt sie rechnerisch aufzuteilen.

Beschäftigtenzahlen sind Stichtagswerte am Arbeitsort. Sie sind keine Prognose und keine Aussage über einzelne Betriebe.

Diese Seite beschreibt, was technisch berührbar ist — nicht, was Betriebe in dieser Region tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Beschäftigung folgt. Regionale Einführungsdaten existieren nicht.

Block 6

Quellen

Jeder Datenstand behält seinen eigenen Pfad. Wer heute zitiert, dessen Link stimmt in zwei Jahren noch.

Quellen des Datenstands
BeschäftigungsstatistikStatistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Rohdatei mit Prüfsumme, Wiederhol-URL und Nutzungshinweis im BA-Manifest. Werte auf Vielfache von zehn gerundet.
VerteilungEigene Berechnung: Summen der BA-Werte je Berufsgruppe und Qualifikationsebene, übersetzt über den amtlichen Schlüssel der Berufsklassifikation (KldB 2010, Fassung 2020 → ISCO-08). Wo die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Gruppe ausweist, wird die feinere Zahl regional abgeleitet — mit dem Schlüssel aus den BA-Landesdaten für Thüringen, Datenstand Dezember 2025. Die Gesamtzahl des Kreises bleibt dabei unverändert.
ZitierweiseVeniora (2026): Jena. Berufsdaten v1.1. /kreis/jena/2026-q1

Wer sagt was

Beschäftigung
Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
KI-Einstufung
International Labour Organization, Working Paper 140 (2025)
Verbindung
Veniora — Übersetzung der Berufsklassifikation, regionale Kaskade, Validierung
Einordnung
Veniora, redaktionell

Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

Diese Seite zitieren

Veniora (2026): KI und Arbeit in Jena. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/jena