Zum Inhalt springen

Befund · Rhein-Neckar-Kreis · Beschäftigte am Arbeitsort

Im Rhein-Neckar-Kreis arbeiten 187.070 Menschen. Fast vier von zehn Tätigkeiten gelten als deutlich von KI berührbar — einer der höchsten Werte in Deutschland, und ein einziges Berufsfeld erklärt fast alles davon.

Beschäftigtenzahlen: Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026 · Berufsdaten: Forschungsstand v1.1 vom 2026-08-06

Block 1

Die Lage

187.070
Beschäftigte in Rhein-Neckar-Kreis
69.674
in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
60.366
in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026 · alle Werte auf Zehner gerundet · Quellen im Detail

Block 2

Die Verteilung

So verteilen sich die 187.070 Beschäftigten in Rhein-Neckar-Kreis.

Beschäftigte nach Kategorie
nicht betroffen60.366
nicht oder gering betroffen15.743
gering betroffen18.509
gering oder deutlich betroffen12.415
deutlich betroffen69.674
Stufe ungewiss3.397
keine Einstufung möglich2.266
nicht fein auflösbar4.480
ohne Angabe zum Beruf380
zusammen187.230

Zwischen 69.674 und 85.486 der 187.070 Beschäftigten arbeiten in deutlich betroffenen Tätigkeiten. Die Spanne entsteht, wo die amtliche Statistik mehrere Stufen offenlässt — aufgeteilt wird nichts.

Alle Werte auf Zehner gerundet; eine 0 heißt „unter 5“, nie „niemand“. Die Differenz zwischen Summenzeile und Gesamtzahl ist Rundung. Woher die Zuordnung stammt: Methodik

Qualifikationsebenen im Kreis

Beschäftigte nach Anforderungsniveau
Helfer29.370
Fachkräfte87.450
Spezialisten46.660
Experten23.230
ohne Angabe370
zusammen187.070

Block 3

Berufsfelder

Die Berufe in Rhein-Neckar-Kreis, nach Berufsfeldern — aufklappbar bis zur einzelnen Tätigkeit.

Woher die Beschäftigtenzahlen stammen

Die Bundesagentur für Arbeit weist für Rhein-Neckar-Kreis nicht jede Tätigkeit einzeln aus, sondern größere Berufsgruppen. Wo eine Gruppe mehrere Tätigkeiten umfasst, leiten wir die feinere Zahl aus regionalen Daten ab — die Gesamtzahl des Kreises bleibt dabei unverändert.

Beschäftigte nach Herkunft der Zahl
direkt aus der Kreisstatistik102.330
regional abgeleitet80.040
nicht fein auflösbar4.480
ohne Angabe zur Tätigkeit380

Regional abgeleitete Zahlen entstehen mit dem Schlüssel aus den Landesdaten der Bundesagentur für Baden-Württemberg, Datenstand Dezember 2025. Wie die Ableitung geprüft wurde, steht in der Methodik.

Die Berufsfelder decken zusammen 182.370 Beschäftigte ab; 4.860 lassen sich keinem einzelnen Feld zuordnen. Abzüglich 160 aus Rundung ergibt das 187.070. Alle Werte auf Zehner gerundet; eine 0 heißt „unter 5“.

Block 4

Was daran bemerkenswert ist

Einordnung der Zahlen, keine Handlungsanweisung

Der Rhein-Neckar-Kreis ist der auffälligste Kreis dieses Vergleichs. Der Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung gehört bundesweit zu den höchsten und liegt weit über dem baden-württembergischen Vergleichswert.

Der Grund liegt in einem Feld, das hier alles andere überlagert. Die akademischen Berufe sind das größte Feld des Kreises und gehören bundesweit zu den am stärksten besetzten. Innerhalb dieses Feldes ist die Lage außergewöhnlich eindeutig: Fast neun von zehn eingeordneten Tätigkeiten gelten als deutlich berührbar, und dieses Bild stützt sich weitgehend auf direkt erhobene Zahlen.

Das zweitgrößte Feld, die Technikerberufe, liegt genau umgekehrt — dort spielt deutliche Berührbarkeit praktisch keine Rolle. Bei den Bürokräften gilt zwar der weit überwiegende Teil als deutlich berührbar, doch dieser sonst so markante Wert wirkt hier fast unauffällig.

Die Qualifikationsstruktur zeigt einen echten Extremwert: Spezialistentätigkeiten sind hier häufiger als in jedem anderen Kreis, während klassische Fachkrafttätigkeiten zu den seltensten gehören. Und was gegenhalten könnte — Handwerk, Maschinenbedienung, Hilfsarbeit — ist durchweg unterdurchschnittlich vertreten. Ein Kreis, dessen Profil sich fast vollständig aus einer Berufsgruppe speist.

Diese Region vertiefen — was die Daten für eine konkrete Fragestellung bedeuten.

Block 5

Wo diese Aussage endet

Die Werte stammen aus Forschung zu generativer KI, nicht zu Robotik oder Automatisierung von Handarbeit.

Die Zuordnung deutscher zu internationalen Berufsgruppen ist nicht in jedem Fall eindeutig. Wo sie es nicht ist, nennen wir nur die Gesamtzahl der Gruppe, statt sie rechnerisch aufzuteilen.

Beschäftigtenzahlen sind Stichtagswerte am Arbeitsort. Sie sind keine Prognose und keine Aussage über einzelne Betriebe.

Diese Seite beschreibt, was technisch berührbar ist — nicht, was Betriebe in dieser Region tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Beschäftigung folgt. Regionale Einführungsdaten existieren nicht.

Block 6

Quellen

Jeder Datenstand behält seinen eigenen Pfad. Wer heute zitiert, dessen Link stimmt in zwei Jahren noch.

Quellen des Datenstands
BeschäftigungsstatistikStatistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Rohdatei mit Prüfsumme, Wiederhol-URL und Nutzungshinweis im BA-Manifest. Werte auf Vielfache von zehn gerundet.
VerteilungEigene Berechnung: Summen der BA-Werte je Berufsgruppe und Qualifikationsebene, übersetzt über den amtlichen Schlüssel der Berufsklassifikation (KldB 2010, Fassung 2020 → ISCO-08). Wo die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Gruppe ausweist, wird die feinere Zahl regional abgeleitet — mit dem Schlüssel aus den BA-Landesdaten für Baden-Württemberg, Datenstand Dezember 2025. Die Gesamtzahl des Kreises bleibt dabei unverändert.
ZitierweiseVeniora (2026): Rhein-Neckar-Kreis. Berufsdaten v1.1. /kreis/rhein-neckar-kreis/2026-q1

Wer sagt was

Beschäftigung
Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
KI-Einstufung
International Labour Organization, Working Paper 140 (2025)
Verbindung
Veniora — Übersetzung der Berufsklassifikation, regionale Kaskade, Validierung
Einordnung
Veniora, redaktionell

Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

Diese Seite zitieren

Veniora (2026): KI und Arbeit in Rhein-Neckar-Kreis. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/rhein-neckar-kreis