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Befund · Gießen · Beschäftigte am Arbeitsort

In Gießen arbeiten 106.670 Menschen. Die Gesamtwerte bleiben unauffällig — doch akademische Berufe sind hier deutlich stärker vertreten als üblich, und knapp die Hälfte der dort eingeordneten Tätigkeiten gilt als deutlich von KI berührbar.

Beschäftigtenzahlen: Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026 · Berufsdaten: Forschungsstand v1.1 vom 2026-08-06

Block 1

Die Lage

106.670
Beschäftigte in Gießen
29.383
in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
33.981
in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026 · alle Werte auf Zehner gerundet · Quellen im Detail

Block 2

Die Verteilung

So verteilen sich die 106.670 Beschäftigten in Gießen.

Beschäftigte nach Kategorie
nicht betroffen33.981
nicht oder gering betroffen11.123
gering betroffen14.682
gering oder deutlich betroffen10.336
deutlich betroffen29.383
Stufe ungewiss2.428
keine Einstufung möglich1.316
nicht fein auflösbar3.350
ohne Angabe zum Beruf100
zusammen106.699

Zwischen 29.383 und 42.147 der 106.670 Beschäftigten arbeiten in deutlich betroffenen Tätigkeiten. Die Spanne entsteht, wo die amtliche Statistik mehrere Stufen offenlässt — aufgeteilt wird nichts.

Alle Werte auf Zehner gerundet; eine 0 heißt „unter 5“, nie „niemand“. Die Differenz zwischen Summenzeile und Gesamtzahl ist Rundung. Woher die Zuordnung stammt: Methodik

Qualifikationsebenen im Kreis

Beschäftigte nach Anforderungsniveau
Helfer17.830
Fachkräfte59.570
Spezialisten13.280
Experten15.890
ohne Angabe100
zusammen106.670

Block 3

Berufsfelder

Die Berufe in Gießen, nach Berufsfeldern — aufklappbar bis zur einzelnen Tätigkeit.

Woher die Beschäftigtenzahlen stammen

Die Bundesagentur für Arbeit weist für Gießen nicht jede Tätigkeit einzeln aus, sondern größere Berufsgruppen. Wo eine Gruppe mehrere Tätigkeiten umfasst, leiten wir die feinere Zahl aus regionalen Daten ab — die Gesamtzahl des Kreises bleibt dabei unverändert.

Beschäftigte nach Herkunft der Zahl
direkt aus der Kreisstatistik51.620
regional abgeleitet51.630
nicht fein auflösbar3.350
ohne Angabe zur Tätigkeit100

Regional abgeleitete Zahlen entstehen mit dem Schlüssel aus den Landesdaten der Bundesagentur für Hessen, Datenstand Dezember 2025. Wie die Ableitung geprüft wurde, steht in der Methodik.

Die Berufsfelder decken zusammen 103.250 Beschäftigte ab; 3.450 lassen sich keinem einzelnen Feld zuordnen. Abzüglich 30 aus Rundung ergibt das 106.670. Alle Werte auf Zehner gerundet; eine 0 heißt „unter 5“.

Block 4

Was daran bemerkenswert ist

Einordnung der Zahlen, keine Handlungsanweisung

Gießen ist ein Kreis, dessen Gesamtwerte unauffällig bleiben, während sich die Struktur darunter deutlich vom typischen Kreis unterscheidet. Der Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung liegt nur wenig über dem üblichen Wert, der Unsicherheitsanteil trifft ihn beinahe genau.

Das Unterscheidende sind die akademischen Berufe. Sie bilden das zweitgrößte Feld und sind spürbar stärker besetzt als im typischen Kreis; knapp die Hälfte ihrer eingeordneten Beschäftigung gilt als deutlich berührbar. Entsprechend häufig sind Expertentätigkeiten, während die übrigen Qualifikationsebenen nahe am üblichen Wert bleiben.

Das größte Feld, die Techniker und gleichrangigen Berufe, trägt davon fast nichts. Dort verteilt sich die eingeordnete Beschäftigung auf gering berührbare Tätigkeiten und auf eine Kategorie, die zwischen gering und deutlich offenbleibt; die deutliche Stufe bleibt praktisch leer. Bei den Bürokräften gilt dagegen die Mehrheit der eingeordneten Beschäftigung als deutlich berührbar. So entsteht ein Kreis, der in der Summe mittelmäßig wirkt, tatsächlich aber aus zwei sehr verschiedenen Schwerpunkten besteht.

Diese Region vertiefen — was die Daten für eine konkrete Fragestellung bedeuten.

Block 5

Wo diese Aussage endet

Die Werte stammen aus Forschung zu generativer KI, nicht zu Robotik oder Automatisierung von Handarbeit.

Die Zuordnung deutscher zu internationalen Berufsgruppen ist nicht in jedem Fall eindeutig. Wo sie es nicht ist, nennen wir nur die Gesamtzahl der Gruppe, statt sie rechnerisch aufzuteilen.

Beschäftigtenzahlen sind Stichtagswerte am Arbeitsort. Sie sind keine Prognose und keine Aussage über einzelne Betriebe.

Diese Seite beschreibt, was technisch berührbar ist — nicht, was Betriebe in dieser Region tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Beschäftigung folgt. Regionale Einführungsdaten existieren nicht.

Block 6

Quellen

Jeder Datenstand behält seinen eigenen Pfad. Wer heute zitiert, dessen Link stimmt in zwei Jahren noch.

Quellen des Datenstands
BeschäftigungsstatistikStatistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Rohdatei mit Prüfsumme, Wiederhol-URL und Nutzungshinweis im BA-Manifest. Werte auf Vielfache von zehn gerundet.
VerteilungEigene Berechnung: Summen der BA-Werte je Berufsgruppe und Qualifikationsebene, übersetzt über den amtlichen Schlüssel der Berufsklassifikation (KldB 2010, Fassung 2020 → ISCO-08). Wo die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Gruppe ausweist, wird die feinere Zahl regional abgeleitet — mit dem Schlüssel aus den BA-Landesdaten für Hessen, Datenstand Dezember 2025. Die Gesamtzahl des Kreises bleibt dabei unverändert.
ZitierweiseVeniora (2026): Gießen. Berufsdaten v1.1. /kreis/giessen/2026-q1

Wer sagt was

Beschäftigung
Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
KI-Einstufung
International Labour Organization, Working Paper 140 (2025)
Verbindung
Veniora — Übersetzung der Berufsklassifikation, regionale Kaskade, Validierung
Einordnung
Veniora, redaktionell

Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

Diese Seite zitieren

Veniora (2026): KI und Arbeit in Gießen. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/giessen